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Der FC Roggwil verliert das Derby gegen den FC Langenthal mit 0:1. Während der Gegner eigentlich nichts fürs Spiel tat, müssen sich die Roggwiler selbst an der Nase nehmen.

Je ein Penalty, nur ein Treffer

Das Derby zwischen Roggwil und Langenthal brauchte keine Aufwärmphase. Schon in der dritten Minute fiel nämlich das erste Tor. Joel Mattli kam kurz zuvor zu spät und verursachte einen Penalty, sodass nach nur drei Minuten die Langenthaler führten. Dieses Tor warf die Roggwiler aus dem Konzept. Zwar hatte der FCR in der siebten Minute noch eine Chance, bei der Kevin Iseli den gegnerischen Torhüter anschoss, aber danach spielten die Gastgeber unter ihren Möglichkeiten. Bei flachen Kombinationen kamen die Roggwiler kaum gefährlich bis vors Tor, weil Langenthal versuchte defensiv abzuriegeln, hohe Bälle hingegen kamen oft ungenau oder wurden von den gut stehenden Innenverteidigern des Gegners gestoppt. Der nächste negative Höhepunkt folgte dann in der 34. Minute, als die Langenthaler mit einem Abschluss die Latte trafen. Roggwil spielte zu nervös, konnte das Spiel nicht dominieren und kontrollieren und so gelang es auch nicht, die Offensivleute entsprechend in Szene zu setzen.

Keine Möglichkeit gefunden
Im zweiten Abschnitt waren die Roggwiler bereits zu Beginn bestrebt, die Partie zu wenden. Sie machten Druck und hatten so mehr Ballbesitz. Die letzten, entscheidenden Pässe waren aber zu oft Fehler. In der 64. Minute kam dann der vermeintlich entscheidende Lichtblick. Adrian Sägesser wurde gefoult, sodass der Referee Penalty pfiff. Sandro Röthlisberger nahm Anlauf und – scheiterte. Es wäre die Wende in dieser für Roggwil zähen Partie gewesen, so sollte sie aber bis zum Schluss nicht kommen. Und dies obwohl die Langenthaler nichts fürs Spiel taten, dieses oft verzögerten und defensiv abriegelten. Roggwil hingegen fand keine Möglichkeit zwischen Innenverteidiger und Torhüter zu kommen, gute Chancen waren deshalb rar. Obwohl das Bestreben nach dem Ausgleich vorhanden war, kam nie wirklich das Gefühl auf, als wäre dieser greifbar. In der 88. Minute musste Joel Mattli sogar noch einen enteilten Langenthaler im eins-gegen-eins stoppen, dieses sollte dann immerhin noch gelingen.
Rückblickend hat der verschossene Penaty wohl eher drei als nur einen Punkt gekostet. Langenthal wankte und machte in keinem Moment den Eindruck, zulegen zu können. Die defensiven Aufgaben erfüllten sie aber so gut, dass sie im Derby im Roggwiler Bossloch drei Punkte entführen konnten. Dies wiederum führt dazu, dass die Roggwiler in der Tabelle empfindlich zurückgeworfen werden. Auf den ersten Platz fehlen nun je nach Resultat des Leaders Zollbrück bis zu fünf Punkte. Langenthal schliesst auf, während Langnau den zweiten Platz übernehmen könnte.

Telegramm:
FC Roggwil – FC Langenthal 0:1 (0:1)
Bossloch. – 221 Zuschauer.
Tore: 4. (P.) 0:1.
Verwarnungen: 88. Egger (Reklamieren).
FC Roggwil: Mattli; K. Morf, Egger, M. Morf, Ryser (46. Müller); C. Mattli (85. Röthlisberger), L. Iseli (46. Moser); Hegi, K. Iseli, Röthlisberger (68. Geiser); Sägesser.
Bemerkungen: Roggwil ohne Lanz, Marquez (beide verletzt), Brand (überzählig), Leuenberger (Ferien), Schwab und Kaufmann (beide Privat). Kein Einsatz für Ammann. 34. Lattenschuss Langenthal.

Leroy Ryser

Leroy Ryser