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Roggwil gelang es in einem Derby erneut nicht, eine sehr gute Leistung abzurufen und so war es der FCH, welcher in der zweiten Halbzeit die Fehler des FCR ausnutzte und sich mit einem Derby-Sieg zumindest einen Teil einer durchzogenen Vorrunde rettete.

Telegramm:
Samstag, 29.10.2016, 17.00h
Waldäcker, 150 Zuschauer, SR: Rebetez, Courrendlin
FC Herzogenbuchsee - FC Roggwil I 3:0 (0:0)
Tore: 66. Gygax (Penalty) 1:0, 85. Gygax 2:0, 87. Gygax (Penalty) 3:0.
FCR: J. Mattli; Müller, M. Morf (70. Luca Iseli), Egger, K. Morf; Hegi, Chr. Mattli L. Iseli, Moser; K. Iseli (46. Sägesser), J. Geiser (62. S. Röthlisberger).
FCR ohne: Marquez, Lanz, Ryser und Kurt (alle verletzt), Leuenberger (Ferien), Schwab und Kaufmann.
Kein Einsatz für: Brand und Sven Ammann

Buchsi startete trotz etlichen Abwesenheiten mutig offensiv ins Spiel und versuchte das Aufbauspiel des FCR früh zu unterbinden. Erst nach rund 20 Minuten konnte sich der FCR besser ins Spiel einbringen und hatte durch Sägesser nach einem schönen Rückpass von Aussenläufer Moser die erste Chance. Nur eine Minute später tauchte Sägesser urplötzlich alleine vor dem FCH-Goalie auf, doch anstatt den Ball flach einzuschieben, versuchte er es mit einem Lobball und scheiterte. In der 36’ brannte es im Anschluss an einen Corner im Buchsi-Strafraum erneut. Zur Pause blieb es aber torlos.
Mittlerweile hatte der 8:0 Sieg von Zollbrück gegen Rilindja die Runde gemacht und somit war klar, dass der FCR, um den Anschluss an den Leader halten zu können, einen Sieg benötigte. Entsprechend verkrampft blieb das Spiel der Gäste, aber auch die letzte Entschlossenheit und das interne Feuer fehlten. Wenn nur ein Einziger (Kevin Morf) versucht Feuer ins Team zu bringen, dann ist das einfach zu wenig und wohl schlussendlich auch ein wichtiger Grund für die Niederlage, denn der FCH schlug in der zweiten Hälfte eiskalt zu. Büschi wurde bei einem der nur ganz seltenen Besuche des Heimteams im Strafraum der Gäste von den Beinen geholt und Gygax verwandelte den Penalty souverän. Roggwil war zwar bemüht, doch nicht zwingend. Vergeblich reklamierte der FCR in der 80’ einen Penalty für sich. Buchsi verteidigte engagiert und wartete auf die Konterchance und diese kam. Büschi, der beste Spieler auf dem Platz, schlug einen herrlichen Diagonalball zum eingewechselten Michetti, welcher Gygax bediente, welcher unbedrängt zum siegsichernden 2:0 einschieben konnte. In der Schlussminute pfiff der Schiedsrichter erneut Penalty für Buchsi und Gygax liess sich auch diese Chance nicht entgehen und vollendete einen Hattrick.
Der verdiente Sieg des FCH wurde allerdings durch die schwere Verletzung von Nick Rüfenacht überschattet. Der junge Buchser blieb in der 60. Spielminute unglücklich mit dem Bein im Rasen hängen und verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung so schwer, dass er ins Spital überführt werden musste. Der FCR wünscht Nick gute und schnelle Genesung, so dass er hoffentlich zum Rückrundenstart am 25. März 2017, beim Spiel Roggwil – Herzogenbuchsee, wieder fit ist.

Ein kurzer Rückblick zum Vorrundenabschluss zeigt, dass dem FCR der FC Zollbrück nun enteilt ist. 8 Punkte Rückstand sind eine grosse Hypothek. Es fällt auf, dass der FCR vor allem in den Begegnungen gegen die Top-Teams der Gruppe mit Zollbrück (2:2), Langenthal (0:1) und Buchsi (0:3), nur einen von neun möglichen Punkte gewinnen konnte. Weiter zeigt auch ein Blick auf die Derbystatistik eine schwache Punkteausbeute: Aarwangen wurde zwar mit 6:2 geschlagen, doch gegen Shqiponja Langenthal 1:1, den FC Langenthal 0:1 und Buchsi 0:3, gab es empfindliche Rückschläge, da die Mannschaft gerade in diesen Begegnungen weit unter ihren Fähigkeiten spielte.
Mit 13 Gegentoren hat man bereits jetzt zur Saisonhälfte mehr Gegentore kassiert als in der letzten ganzen Saison. Damals waren es nur 11. Als wichtigster Grund kann hierzu wohl die schwere Knieverletzung von David Lanz bereits vor Saisonbeginn herangezogen werden. Die Defensivqualitäten von Lanz fehlten dem Team gerade in engen Spielen offensichtlich. Ebenfalls bereits vor Saisonstart riss auch das Kreuzband von Top-Stürmer Ivan Marquez. Dies führte dazu, dass sich die gegnerischen Abwehrreihen einfach auf das neutralisieren von Adrian Sägesser konzentrieren konnten. Es gelang nicht, die Lücke welche das Fehlen von Marquez verursachte zu schliessen.
Es darf aber auch angemerkt werden, dass neben der Meisterschaft noch zusätzlich vier Cup-Spiele erfolgreich bestritten wurden und der FCR in diesen Spielen kein Kanonenfutter vorgesetzt bekam. Huttwil (3.), Länggasse (3.), Wabern (2.) und Meiringen (2.) wurden alle verdient eliminiert. Diese zusätzlichen kräfteraubenden Spiele haben wohl mehr an der Substanz des kleinen Kaders gezehrt, als man dies im ersten Moment wahrhaben wollte.
Also: Schreiben wir die Meisterschaft noch nicht ganz ab und hoffen auf etwas Losglück im Cup, um die zwei nötigen Runden bis zum Einzug in den Schweizer Cup noch überstehen zu können.

Thomas Dübendorfer