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Samstag, 25.03.2017, 16.00h
Bossloch, Roggwil; SR: Velibor Vijackic, Wünnewil; 250 Zuschauer.
FC Roggwil – FC Herzogenbuchsee 1:2 (1:1)
Tore: 12. Eigentor 0:1, 45. Sägesser 1:1, 58. Steiner 2:1.
FCR I: Morf; Müller, M. Morf, Egger, Pascale (46. Stucki / 81. Shabani); Röthlisberger, L. Iseli (46. M. Schneeberger), Chr. Mattli, Moser (88. Brand); K. Iseli, Sägesser.
FCR ohne: Ryser, K. Morf, Marquez, Geiser, Hegi und Lanz (alle verletzt).
Bemerkung: 53. Pfostenschuss Gygax (FCH)

Die vielen Zuschauer wurden für ihr Kommen mit viel Kampf und Krampf, aber mit sehr wenig Fussballfeinkost entschädigt. Schlussendlich verdient sich Herzogenbuchsee den Sieg, weil es das aggressivere Team ist und die grössere Winnermentalität zeigt.

So stellt man sich einen Rückrundenstart vor: Perfektes Wetter (sonnig, 18°), für Bosslochverhältnisse sehr gute Platzverhältnisse, viele Zuschauer (250), ein Derby (Roggwil vs. Buchsi), ein Spitzenkampf (2. vs. 4.) und die vielversprechende Ausgangslage, dass beide Mannschaften den Sieg anstreben müssen, wenn sie den Anschluss an Zollbrück einigermassen aufrechthalten wollen.

Doch manchmal kann eine solche Ausgangslage auch lähmen und diese tat dies. Zumindest die Roggwiler konnten die vom Trainer vorgegebene Marschrichtung nicht umsetzen. Roggwil startete nervös. Dies zeigte sich in vielen Fehlpässen und zwei zu kurz geratenen Rückpässen (1’ und 5’) zum Goalie, bei welchen dieser Kopf und Kragen riskieren musste. So war dann auch der frühe Führungstreffer der Buchser eine Eigenproduktion der Roggwiler. Nach einem weiten Abschlag (einem von beiderseits unzähligen langen Abschlägen) des Buchsi-Goalies waren sich der Roggwiler Verteidiger und der Goalie uneinig, wer den Ball behändigen soll und so kullerte dieser via Kopf des Verteidigers ins Tor. Auch nach diesem Tor kam kein Spielfluss auf. In der ganzen ersten Hälfte konnte weder hüben noch drüben eine gute Torchance notiert werden. Und dennoch gelang dem FCR der Ausgleich. Sägesser zirkelte einen zentralen Freistoss aus 18 Metern Distanz unhaltbar ins Lattenkreuz. Die Matchuhr zeigte bereits die 46. Spielminute an.
Auch nach dem Seitenwechsel und trotz des Ausgleiches gelang es Roggwil nicht, das Spieldiktat zu übernehmen und für Gefahr vor dem Buchsi-Tor zu sorgen. Ganz im Gegenteil: nach einer schönen Einzelaktion von FCH-Stürmer Gygax, knallte dieser den Ball an den Pfosten (53’). Nur Minuten nach dieser Aktion flog ein seitlicher Freistossball auf den hinteren Torpfosten, wo Steiner in Aktion gelaufen war und den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie drückte. Der FCH hatte also nicht lange benötigt, um die Führung wieder an sich zu reissen. Die Zuschauer hofften nun auf eine energische Reaktion des Heimteams, doch diese blieb weitgehend aus. Es wäre falsch den Spielern mangelndes Engagement vorzuwerfen. Die Roggwiler waren bemüht, doch fanden sie kein Rezept, die gut organisierte Defensive der Gäste in Bedrängnis zu bringen. Einzig ein Distanzschuss von Mattli in der 81. Minute zwang den Buchsi-Goalie ein einziges Mal, sein Können unter Beweis zu stellen. Da auch die zahlreichen stehenden Bälle der Roggwiler für keine Gefahr zu sorgen vermochten, brachten die Gäste den knappen Vorsprung relativ unaufgeregt über die fünfminütige Nachspielzeit.

Da sich der FCR, in der ganzen Spielzeit aus dem Spielgeschehen heraus keine einzige Torchance kreieren konnte, geht diese Niederlage in Ordnung und der FCH hat sich den Sieg mit einer geschlossenen und kämpferischen Mannschaftsleistung verdient.

Nun können die Roggwiler unbeschwert an die nächsten Aufgaben herangehen. Der Druck ist weg. Der Zug Richtung Gruppensieg ist ohne Roggwil abgefahren. Nun kann das Team von Trainer Blum erstmals seit Monaten wieder unbeschwert an die Arbeit gehen und sich die Freude und die Unbekümmertheit, welche der Fussball eigentlich bieten sollte, zurückholen.