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Absenzen, Pech und Ungenauigkeiten entscheiden im Halbfinal des Berner Cups gegen den FC Roggwil. Die Oberaargauer hatten bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Wyler bis zum Schluss Chancen, liessen diese aber ungenutzt aus.

Cup-Traum endet abrupt

Es war wahrlich keine einfache Situation, in welcher die erste Mannschaft des FC Roggwil vor dem Cupspiel gegen den FC Wyler stand. Maik Morf war angeschlagen, Ivan Marquez und David Lanz waren ebenso verletzt wie die Langzeitabwesenden Marco Pascale, Mathias Brand und Fabio Ryser. Einzelne Umstellungen – insbesondere in der Verteidigung – führten auch deshalb zu Beginn zu einzelnen Abstimmungsproblemen. Dazu kam eine gewisse Nervosität, die zu Ungenauigkeiten führten. Das Produkt: Es entstand bei Ballbesitz Roggwil oft ein zerfahrener Aufbau, wobei der FCR nicht wie sonst kontrollieren oder gar dominieren konnte. Noch zu Beginn schien auch die Berner nervös, diese konnten diesen Zustand mit der Zeit aber ablegen. Schon in der 14. Minute hatte Wyler eine herausragende Doppelchance, als Altstar und Ex-YB-Spieler Johan Berisha den Ball zur Mitte passte und FCR-Torhüter Steven Morf den folgenden Direktschuss bravourös parierte und den Nachschuss mit einer Blitzreaktion ebenso klärte. Noch bevor die Roggwiler ein erstes Mal gefährlich waren, stand es dennoch 0:1 für den Gast. Der omnipräsente und fehlerlose Berisha verwertete in der 20. Minute nämlich einen Abpraller. Nachdem der Ball von der Latte entgegenkam stand er goldrichtig und besiegelte die mittlerweile verdiente Führung.

Chancen nicht genutzt
Roggwil kam danach Schritt für Schritt besser ins Spiel und so gelang es, einzelne Chancen zu kreieren. Adrian Sägesser traf nach 35 Minuten beispielsweise die Latte, wobei sein Freistoss von einem Wyler-Spieler abgelenkt wurde. In der 49. Minute, kurz nach der Pause also, wäre sogar beinahe ein Konter erfolgreich gewesen, auch nach Kevin Iselis Lauf über links und Adrian Sägessers Kopfball in der Mitte stand es aber weiterhin 0:1.
Ein Vorteil schienen die Roggwiler gegenüber den Gästen zu haben: Physisch waren sie besser. Je länger die Partie dauerte, desto besser kam das Team von Mario Blum ins Spiel. Meist entstanden Chancen aber nur bei Weitschüssen. Derweil war Wyler sehr präsent im Zweikampf, blockte diverse Schussversuche der Oberaargauer erfolgreich ab und nahmen ihrem Torhüter damit einiges an Arbeit ab. Roggwil war derweil bis ganz zum Schluss nahe am Ausgleich dran. Gerade in der letzten Minute schnaubten die über 300 Zuschauer mächtig, als ein Schuss von Christian Mattli nach einem sehenswerten Aufbau in letzter Sekunde noch am Pfosten vorbeigelenkt wurde. Es folgte schliesslich, was folgen musste: Ein Konter in der 92. Minute kam bis zu Flügelstürmer Rui Manuel Da Silva, der im eins-gegen-eins mit einem starken Steven Morf erfolgreich abschloss und die FCR-Cup-Träume unter lautstarkem FCW-Jubel begrub.
Der FCR ist damit kurz vor dem Ziel und entsprechend bitter gescheitert. Im Cuphalbfinal konnten die Roggwiler – unter anderem wegen gewichtigen Absenzen – nicht das Optimum herausholen. Wyler war zugleich technisch überzeugend und im Abschluss mit mehr Glück und Effizienz gesegnet. Die Niederlage schmerzt durchaus, bereits am Samstag geht die Meisterschaft aber mit dem Oberaargau-Derby in und gegen Langenthal weiter. Der Blick ist deshalb sofort wieder nach vorne gerichtet

Telegramm:
FC Roggwil – FC Wyler 0:2 (0:1)
Bossloch. – 320 Zuschauer. 
Tore: 20. Berisha 0:1. 92. Da Silva 0:2. 
Verwarnungen: 29. Del Percio (Spielverzögerung). 35. Schneeberger (Foul). 92. Da Silva (unkorrekte Spielerausrüstung). 
FC Roggwil: S. Morf; K. Morf, Schneeberger, Egger, Müller; C. Mattli, L. Iseli (61. Moser); K. Iseli, Shabani (74. Geiser), Röthlisberger (90. Hegi); Sägesser. 
Wyler: Tschan; Berner, Gomes, Dülek, Del Percio (60. Tangarife); Nussbächer, Likaj; Pereira (72. Udemba), Maksutaj, Da Silva (93. Morina); Berisha. Bemerkungen: Roggwil ohne Pascale, Brand, Lanz, Marquez und Ryser (alle verletzt). Keine Einsätze für M. Morf und J. Mattli. 35. Lattenschuss Sägesser. 70. Lattenschuss Berisha.

Leroy Ryser

Leroy Ryser