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Nach einer hart umkämpften und torlosen ersten Halbzeit besiegt der FC Roggwil ein schliesslich blasses und scheinbar müdes Burgdorf verdientermassen mit 3:1.

Zweite Hälfte entscheidet für Roggwil

Es war ein hart umkämpftes aber meist sehr faires Spiel, welches der FC Roggwil und der SC Burgdorf in ihrem Aufeinandertreffen zelebrierten. Engagierte Duelle waren zahlreich, vor allem auch weil der SC Burgdorf früh angriff und die Roggwiler hartnäckig unter Druck setzte. Gehässig war das Duell meist aber nicht, es wurde höchstens wegen Zurufen ausserhalb des Spielfeldes in die Höhe stilisiert, bis eine gelbe Karte nach einem überharten Einsteigen von Kevin Morf (37.) die Partie wiederum ein bisschen beruhigte. Bis dahin lagen die spielerischen Vorteile grösstenteils auf der Seite des SCB, wobei Chancen aber rar waren. Dennoch wäre in der 37. Minute um ein Haar der erste Treffer entstanden, als nach einem Eckball und einem nachfolgenden Weitschuss Marc Schneeberger gerade so richtig stand und den wuchtigen Direktschuss mit dem Körper abwehrte.

Tackling lanciert den Angriff
Wer eine Fortsetzung der Druckphase der Burgdorfer in der zweiten Hälfte erwartet hatte, wurde danach enttäuscht. Die Emmentaler hatten nach dem Pfiff massiv abgebaut. Von der scheinbar 120-Prozent-Leistung blieb höchstens noch 60 Prozent, sodass die Roggwiler immer deutlicher Vorteile generierten. Das Spiel wurde wegen dem ausbleibenden Pressing des Gegners kontrollierter und gradliniger, sodass prompt erste Chancen entstanden. Nando Hegi war es, der im Mittelfeld mit einer erfolgreichen Grätsche den entscheidenden Angriff schliesslich einleitete. Kevin Iseli, der den Ball übernahm, lancierte daraufhin Joel Stucki, der im eins-gegen-eins kaltblütig den Ball am gegnerischen Torhüter vorbeischob und seinen ersten Treffer in dieser Saison emotionsgeladen bejubelte.
Das war aber erst der Anfang. Nur schon zwei Minuten später kam Ivan Marquez zur nächsten Chance, als er im zwei-gegen-eins etwas zu eigensinnig agierte und den Ball drüber schoss. Weitere drei Minuten später stand erneut Nando Hegi im Zentrum, als er nach einem Vorstoss einen Penalty herausholte, den Sandro Röthlisberger mühelos zum 2:0 verwandelte. Einzig Maik Morf gelang es daraufhin, den Verlauf des Abends noch zu toppen. Nach einem misslungenen Hegi-Eckball war es Valon Shabani, der den Ball vor der Auslinie rettete und Morf mit einer Flanke bediente. Dieser – im Stile eines Profis – nahm mit der Brust an, spannte den Körper und zog Volley durch – Jubel brach in der Folge nicht nur beim begeisterten 3:0-Schützen, sondern auch bei den verzückten Zuschauern aus.

Weiterhin ungeschlagen
Burgdorf gelang es in der zweiten Hälfte höchstens in den letzten fünf Minuten, den Angriff zu forcieren, als die Roggwiler physisch und mental abbauten. Dabei gelang zwar das 3:1, das änderte aber nichts daran, dass die Roggwiler verdientermassen drei Punkte im Bossloch behielten. Die Partie zeigt, dass es manchmal wertvoll ist, eine Halbzeit lediglich torlos zu überstehen. Danach waren die energischen Burgdorfer ausgepowert und machtlos gegenüber dem erfolgreichen FCR-Sturmlauf. Diese bleiben auch im dritten Spiel ohne Niederlage und orientieren sich weiterhin an der Tabellenspitze.

Telegramm:
FC Roggwil – SC Burgdorf 3:1 (0:0)
Bossloch. – 183 Zuschauer.
Tore: 56. Stucki 1:0. 62. Röthlisberger (P.) 2:0. 77. M. Morf 3:0. 88. 3:1.
Verwarnungen: 37. K. Morf (Foul). 52. Schneeberger (Taktisches Foul). 89. S. Morf (Ballwegschlagen).
FC Roggwil: S. Morf; K. Morf, Schneeberger, M. Morf, Ryser (69. Shabani); Moser, K. Iseli; Hegi, Egger (46. Stucki), Röthlisberger; Marquez.
Bemerkungen: Roggwil ohne Sägesser, Lanz (beide verletzt), Müller (Privat) Pascale und Geiser (beide Ferien)..

Leroy Ryser

Leroy Ryser