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Die zweite Mannschaft des FC Roggwil startet mit einem Paukenschlag: Auswärts in Aarwangen schlagen sie den Absteiger mit einer kämpferisch herausragenden Leistung mit 2:1.

Eine Maus köpfelt den FCR ins Glück.

Gleich zum Start in die neue Meisterschaft war die zweite Mannschaft des FC Roggwil mit einem Derby konfrontiert. Gegen den Absteiger aus Aarwangen waren die Roggwiler trotz zahlreicher Absenzen positiv gestimmt und gut vorbereitet: Underdog-Rolle hin oder her, es sollte nur ein Sieg auf dem gut besuchten Hubel genügen. Der Start in die Partie war für den FCR aber schwierig. In den ersten rund 20 Minuten schien die Anzahl Torschüsse zwar fast ausgeglichen, das Heimteam hatte in dieser Zeit aber deutlich mehr Ballbesitz und führte das Spielgerät auch öfter in die gefährliche Zone. Roggwil verschaffte sich derweil mit weiten Bällen Entlastung und kam dabei auch zu einzelnen Chancen. Dass Joel Stucki in dieser Zeit ein Penalty verwehrt blieb, hätte sogar zur Führung führen können, jene sollte aber verwehrt bleiben. Einerseits weil der Referee nicht pfiff, andererseits weil es der FCA war, der das erste Tor realisieren konnte. Bei einem gut getimten Angriff über die rechte Seite kam der Ball zur Mitte, wo mit einer starken Direktabnahme das 1:0 entstand.
Die Partie veränderte sich in der Folge kaum. Die zahlreichen hohen Bälle auf beiden Seiten liessen nur bedingt attraktiven Spielfluss aufkommen, den Roggwilern schien das aber in die Karten zu spielen. In der 34. Minute kamen sie ein weiteres Mal gefährlich vors Tor, als der Referee nach einem Foul an Sandro Ammann Penalty pfiff. Michael Künzi nahm Anlauf und verwertete souverän und ohne Mühe mit einem Flachschuss auf die linke Seite. Mit diesem Treffer gingen die beiden Teams in die Pause, auch weil ein weiterer Aarwanger Treffer korrekterweise wegen Offsides (40.) abgepfiffen wurde und Joel Mattli sich mit einer überragenden Parade (42.) beweisen konnte.

Mit Ruhe und Kampfwille

In der zweiten Halbzeit wurden die Chancen rarer, Aarwangen gelang es nicht mehr, dem Spiel seinen Stempel wie zuvor aufzudrücken. Der FCR hingegen spielte trotz mehreren Wechseln innerhalb des Teams zielstrebig, ruhig und mit viel Kampfwille weiter. Tatsächlich plätscherte die Partie ereignisarm herum, vielleicht auch, weil sich keine der beiden Equipen einen Fehler erlauben wollte. Die Derbystimmung war entsprechend greif- und spürbar, explodierte aber in der 79. Minute so richtig. Nach einem Lauf über rechts von Christian Linz, sowie einer Flanke wurde der schöne Angriff nur noch von dessen Abschluss übertroffen. Sandro Ammann, besser bekannt unter dem Spitznamen „Müsli“, köpfelte die Roggwiler äusserst sehenswert mit einem Abschluss ins lange Eck ins Glück. Roggwil, das den Konter gebührend feierte, war nun in bester Ausgangslage für die letzten zehn Minuten.
In diesen wurden Aarwangens Angriffsbemühungen nicht besser. Rigoros befreiten die Roggwiler die Bälle, wenn einer dennoch den Weg in Richtung Tor fand war dessen Hüter Joel Mattli stets zur Stelle. Der Absteiger aus der dritten Liga taumelte damit beträchtlich – und er fiel. Nach einer angemessen langen Nachspielzeit wurde der Schlusspfiff vom Jubel der anwesenden Roggwil-Fans und deren Spieler übertönt, der FCR entschied das Derby daher einmal mehr für sich. Der Start in die neue Saison hätte somit kaum besser verlaufen können.

Telegramm:
FC Aarwangen – FC Roggwil 1:2 (1:1)
Tore: 23. 1:0. 34. Künzi (P.) 1:1. 79. Sandro Ammann 1:2.
Verwarnungen: 51. Pascal Zumstein (Foul).
FC Roggwil: Mattli; Dübendorfer (71. Gjidodaj), Patrick Zumstein, Röthlisberger, Uebersax; Leuenberger; Pascal Zumstein (60. Poveda), Neuenschwander; Sandro Ammann (91. Bria), Stucki (46. Linz), Künzi (79. Anliker).
Bemerkungen: Kein Einsatz für Ryser und Sven Ammann.

Leroy Ryser

Leroy Ryser