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Die C-Junioren des FC Roggwil-Wynau haben sich geholt was ihnen zustand: Trotz 0:2-Rückstand, teilweise stark ungerechten Entscheiden des Referees und einer schwachen Phase zur Spielmitte gewinnen sie mit 3:2. Tragende Figuren waren Ricci, der das erste Tor schoss und damit den FCR-W zurückbrachte, sowie Darko, der nach etlichen vergebenen Chancen in der allerletzten Minute das 3:2 erzielte.

FCR-W – ein Siegerteam wie von Hitchcock geschaffen

Bis in die letzte Haarspitze waren die Roggwil-Wynauer vor dem Spiel gegen den FC Lotzwil-Madiswil angespannt. Die Mannschaft wollte den Sieg unbedingt, das war mehr als deutlich. Auch in den Zweikämpfen waren die tabellarischen Favoriten sehr präsent. Entsprechend hatte das Team von Leroy Ryser die ersten Chancen verzeichnet. Nach guten Eckbällen von Abo konnte der Ball aber nicht entscheidend getroffen werden, sodass die Partie nach einer Viertelstunde noch unentschieden stand. Und dann, bei einem von nur wenigen Gegenstössen kam ein Lotzwil-Madiswiler zu Fall. Der Referee zeigte zögerlich auf den Punkt und entschied zum Erstaunen der Anwesenden auf Penalty. Der Gast versenkte mühelos und legte damit 1:0 vor. Ungefähr zur Mitte dieser Halbzeit führte dies zu einer leichten Zäsur beim Favoriten. Zwar kämpfte dieser weiter nach vorne, meist stand sich das Team insbesondere im Spielaufbau selbst im Weg. Die Pässe waren oftmals zu ungenau, landeten beim Gegner, weshalb ein Mittelfeldgeplänkel enstand, weshalb nur noch wenig Chancen kreiert wurden.

Rückkehr dank Ricci
Das änderte sich auch zu Beginn der zweiten Hälfte nicht, eigentlich wurde es sogar noch schlimmer. Roggwil-Wynau verlor zusehends Spielanteile und musste sich vom Gegner, der einzig körperlich stärker war, unter Druck setzen lassen. Ausserdem gelang es der Heimmannschaft nicht, das eigene Spiel aufzuziehen. Pässe in die Tiefe waren selten und meist ungenau. Dass der Referee erneut fälschlicherweise Penalty gegen Roggwil pfiff und das 0:2 folgte, machte die Situation noch schwieriger. Die Frage die sich nun stellte war, wie die Mannschaft der Junioren C aus dem Tief finden und reagieren sollte. Penaltys, die sie ebenso mehrfach hätten erhalten müssen, wurden derweil nicht gegeben, Steine waren nach 50 Minuten genügend im Weg.
Es war dann schliesslich eine herausragende Einzelleistung, welche der Glaube des amtierenden Gruppensiegers zurückbrachte. Ricci ging über die rechte Seite sämtlichen Gegnern davon, sprintete mit einem unwiderstehlichen Tempo und verwandelte verdientermassen zum 1:2. Was danach kam war eine sensationelle Rückkehr der Roggwiler. Diese machten sich die aufkommende Nervosität des Gegners zu nutze und als dieser auch noch zurecht eine gelbe Karte kassierte, kippte die Partie endgültig. Ein weiteres Mal war es schliesslich Ricci, der über die rechte Seite seinen Gegnern entwischte und nach einem Schuss kam der Ball via Pfosten zu Nicola und verwandelte mühelos zum Ausgleich. Gut zehn Minuten vor Schluss war für Roggwil-Wynau klar: Das genügt noch nicht. Ryser an der Seitenlinie entschied deshalb trotz 2:2-Spielstand auf die Auflösung der Defensive. Leandro wurde in den Sturm geschickt, in den letzten fünf Minuten sollten die Roggwiler nur noch zu dritt verteidigen.

«Chancentod» entscheidet doch noch
Schon zu diesem Zeitpunkt hätten die Roggwiler führen müssen. Darko hatte nämlich bis in die letzte Minute gleich mehrere Chancen vergeben, womit er die Nerven der Zuschauer und des Trainers massgeblich strapatzierte. Just in der allerletzten Minute griffen die Roggwiler erneut an und nutzten das schwache Stellungsspiel der Lotzwiler aus. Via Jerome und Nici kam der Ball zur MItte, wo Darko alleine vor dem grossen Tor stand. Darko, so cool als wäre zuvor nichts passiert, haute den Ball ins lange entfernte Eck. Dieser flog und flog und wurde länger und es schien als würde die Zeit stehen bleiben. Dann, Jubel, Geschrei, Umarmungen – der Ball schlug unhaltbar ein und die überlegenen Roggwil-Wynauer erkämpften sich, was sie eigentlich schon längst verdient hatten.
Die letzten Minuten sind dann schnell erzählt: Lotzwil-Madiswil versuchte zwar, fand aber keinen Weg an dem teilweise heroisch parierenden Janic vorbeizukommen. Unter grossem Jubel pfiff der Referee schliesslich die Partie ab, sodass die Dämme bei den Roggwilern brachen. Passend zum Sieg war es schliesslich Leandro der sagte: "So ein Sieg bleibt halt eher hängen, als ein 15:3" oder anders gesagt: Diese Rückkehr, dieser leidenschaftliche Kampf – die Mannschaft hat sich diesen Sieg gegen Lotzwil-Madiswil mehr als verdient.

Telegramm:
FC Roggwil – FC Lotzwil-Madiswil 3:2 (0:1)
Bossloch – 35 Zuschauer.
Tore: 17. 0:1. 47. 0:2. 55. Ricci 1:2. 68. Nicola 2:2. 80. Darko 3:2.
Verwarnungen: Keine gegen Roggwil.
FC Roggwil: Janic; Ahmad, Leandro, Nikola, Nino; Max; Agilan, Abo, Ricci; Nicola, Darko. Eingewechselt: Jerome, Granit, Noah, Leonit.
Bemerkungen: Keine.

Leroy Ryser