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Die Junioren C haben zum Abschluss ihrer fantastischen Saison eine dreitägige Reise nach Augsburg durchgeführt. Selbst bei wenig Schlaf gelang den Junioren mit dem Erringen des siebten Platzes sogar noch ein beachtliches Resultat auf dem Fussballplatz.

Eine nahezu perfekte Saison ging für die Junioren C des FC Roggwil-Wynau letzte Woche zu Ende. Zwei Mal wurde die Mannschaft von Leroy Ryser und Steven Peier Gruppensieger, in der Rückrunde sogar ohne einen Punkt zu verlieren. Das musste entsprechend gefeiert werden. Dazu besuchten die Junioren einerseits das Da Gusto, andererseits wurde eine von langer Hand geplante Reise nach Augsburg durchgeführt. Diese startete am Freitag nach Auffahrt und wurde unter der Leitung von Ryser/Peier und Co-Betreuerin Samanta Grossen durchgeführt.
Bereits auf dem Weg ins Nachbarland war klar: Die Freude bei den Junioren war gross. Dröhnende Musik erklang bereits bei der Ausfahrt aus Roggwil, während vier Stunden, einem Ess- und einem Benzinhalt wurde vorfreudig diskutiert. Erst später wurde klar, dass die Erwartungen von besonderen Ereignissen sogar noch übertroffen werden konnten. Da gab es Unmengen an Cheesburgern, erfundene und „nicht-so-nice“ Pinkeleien im Bett, erstaunliche Knutschflecken, ein Kunstrasenfeld fürs Feldhockey und spezielle Maiskolben, die das Zwerchfell mit Lachattacken überanstrengten.

Guter Einsatz zum Start
Bereits am ersten Abend war aber auch Fussball ein Thema. Kurz nach der Ankunft und nach dem Essen stand nämlich das erste Spiel gegen Prag auf dem Programm. Die Tschechen waren eine während dem ganzen Turnier dominierende Mannschaft, die technisch glänzte, aber auch oft hart und unfair spielte. Nicht nur gegen uns schieden Spieler verletzt aus, bei uns traf es aber gleich Captain Max. Die Junioren C, die nur mit 13 Spielern sowie einem bereits verletzten angereist waren, konnten immerhin ein Achtungserfolg erzielen. Während andere Teams überdeutlich verloren, hatte Roggwil als lange einzige Mannschaft den gegnerischen Torhüter massgeblich prüfen konnten. Der Riese wehrte aber selbst Leandro’s perfekt ausgeführten Kopfball in Richtung oberes Tordreieck ab, sodass es zum Schluss nur gerade 0:1 stand.

Bilder Tag 1:

 

Der darauffolgende Tag war unter anderem durch Hitze geprägt. Die Jungs liessen es sich deshalb nicht nehmen, die eine oder andere Wasserschlacht zu zelebrieren. Leandro – der am Tag zuvor tatsächlich die Fussballschuhe im Hotel vergass und deshalb ein Drag-Rennen auslöste – kam als Getränkeauffüller oftmals zum Einsatz. Schliesslich mussten auch Betreuer entsprechend geduscht werden, diese stellten sich nicht selten auch gleich selbst als Provokateure hinaus.

Vier Punkte am zweiten Tag
Fussballerisch war derweil vor allem das erste Spiel zum vergessen. Torhüter Janic wäre wohl beinahe stehend eingeschlafen, am sonst sehr präsenten Max schwirrten die Gegner nur so vorbei und der Rest kam zu oft zu spät. Die Nacht mit nur wenig Schlaf hat seine Wirkung nicht verfehlt, zu Buche stand schliesslich eine 0:3-Niederlage. Die Truppe konnte sich daraufhin fangen und verbesserte die Leistung deutlich. Schon im zweiten Spiel war mehr Energie vorhanden, öfter wurde der Angriff gesucht und in der Defensive gelang ein konsequenter Einsatz im Zweikampf. Ricci gelang es schliesslich bei einem Alleingang das verdiente 1:0 zu schiessen, Michael doppelte danach auf eine herausragende Flanke von Abo zum 2:0 mit einem Volleyschuss nach. Beim dritten und letzten Spiel hatten die Roggwil-Wynauer wiederum mehr Mühe, konnten aber immerhin durch Nikola, der einen wuchtigen Konter erfolgreich abschloss, ein 1:1-Unentschieden gegen Dornbirn (Österreich) erreichen.
Eines der Highlights die sich neben dem Platz zutrugen waren neben den teils hochstehenden Gesprächen der „Bubble-Ball-Match“. Die Jungs quetschten sich in grosse Luftbälle, in denen Fussball gespielt und Checks ausgeführt wurden. Entsprechend wurde gelacht als Darko auf dem Kopf stand, Jerome von beiden Seiten gleichzeitig gecheckt wurde und Abo wegen einen balllosen Zuschauer durch die Lüfte flog. Zum Ausklang des Tages besuchte die Equipe das Bowlingcenter von Augsburg, bei welchem sich herausstellte, dass Trainer Leroy nicht nur auf dem Platz überzeugen kann. Auf die weiteren Plätze verwiesen wurden unter anderem Steven, Leandro und Ricci. Nach einem kurzen ungewollten Besuch der Augsburger Innenstadt sowie dessen Fussgängerzone mitsamt Teambus folgte eine erneut kurze Nacht. Der Morgen danach brauchte auch deshalb gute Wasch-Fähigkeiten, die Zahnpaste wurde in den meisten Fällen nämlich nicht für die Zähne gebraucht.

Bilder Tag 2

3 Siege, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen
Am Schlusstag gelang es den Schweizern fussballtechnisch noch einen draufzusetzen. Im ersten Spiel gegen die bis dahin letzten Uhldingener entstand ein 3:1-Erfolg. Dabei schoss Abo einen schönen Treffer mit dem schwachen, rechten Fuss, Ricci erhöhte zwischenzeitlich mit einem Schuss nahe der Seitenlinie auf 2:0. Zwar gelang es dem Gegner den FCR-W ein bisschen zu verunsichern, weil sie auf 1:2 herankamen, Darko gelang es aber bei einem Konter die Partie zu entschieden. Im damit erreichten Spiel um Platz sieben – das Team wurde hinter Brenztal, Prag und Dornbirn Vierter – war das Team von Ryser/Peier/Grossen zwar etwas müde, konnte aber letztlich im Penaltyschiessen den Sieg feiern. Während Captain Max und Leandro verschossen, gelangen Noah, Abo und Ricci die entscheidenden Torerfolge. Die Bilanz lässt sich deshalb sehen: Mit drei Siegen und einem Unentschieden, sowie einem Torverhältnis von 6:6 haben die Roggwiler mehr als die Hälfte der Partien für sich entschieden. Ein Resultat, dass sich bei einem verletzungsbedingt dezimierten Kader durchaus sehen lässt.
Auf der Heimreise war es dann nicht ganz ruhig, immerhin aber weniger laut als noch bei der Hinreise. Das hatte wohl mit den kurzen Nächten, aber auch mit der langgezogenen Reise zu tun. Der Mannschaftsbus stand nämlich eine gute Stunde an Ort und Stelle im Stau, sodass die Ankunft in Roggwil sich massgeblich verspätete. Beim Ausstieg am Abend in Roggwil war die Teilnehmerschaft aber nicht nur müde, sondern auch zufrieden. Hinter ihnen lagen drei ereignissreiche Tage mit WC-Rollen-Deko, Psycho-Tschechen und schlicht und einfach „gute Freunde“. Nicht wenige hätten deshalb nur zu gerne eine Kehrtwende gemacht und den Teamaufenthalt in Augsburg verlängert.

FC Roggwil: Janic, Nino, Jerome, Leandro, Noah, Lucien, Max, Abo (1 Tor), Leonit, Nikola (1), Michael (1), Agilan, Ricardo (2) und Darko (1). Betreuer: Steven Peier, Samanta Grossen, Leroy Ryser.

Bilder Tag 3

Leroy Ryser / Bilder: Samanta Grossen/Leroy Ryser