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Zur Eröffnung des Roggwiler Kabinentrakts erlebt die erste Mannschaft ein Auf- und Ab der Gefühle. Roggwil führt zwei Mal, kassiert in der 90. Minute den Ausgleich und schiesst mit dem Schlusspfiff sogar das 3:2. Dieses wird - wahrlich skandalös - wegen dem verfrühten Pfiff des Referees aber nicht gegeben.

Schiedsrichter vermiest Einweihungs-Party

Im Roggwiler Bossloch blieb den zahlreichen Besuchern zum Schluss der Atem weg. Das hing aber nicht einmal mit dem traumhaften schönen Wetter und dem gar warmen Temperaturen zusammen, sondern vielmehr mit einem Tatsachenentscheid des Referees. Der zuvor gar nicht einmal schlechte Unparteiische pfiff nach einem Eckstoss, als der Ball noch in der Luft war, die Partie ab. Maik Morf, Empfänger des Eckballs, köpfelte Momente später den Ball wirkungslos ins Netz. Das vermeintlich entscheidende Tor sollte nicht zählen, der FCR musste sich mit einem 2:2 zufriedengeben.

Nicht am Maximum
Der wuchtige Ärger auf Roggwiler Seite war dadurch zweifellos berechtigt, ebenso war der FCR aber auch selbst schuld, überhaupt in diese Lage gekommen zu sein. Abermals konnte die Equipe das leistungstechnische Maximum nicht auf den Platz bringen und das ausgerechnet am Tag der Einweihungsfeier des neuen Kabinentrakts. Schon in den ersten Minuten waren die Roggwiler mehr mit Abwehrarbeit beschäftigt, weil der Vorwärtsgang zu wenig energisch eingeleitet wurde. In den Zweikämpfen waren die Kirchberger auch dadurch etwas besser, mit einem Pfostenschuss in der dritten Minute setzten sie eine erste Duftmarke.
Es war dann vielmehr eine Aktion von Einzelspieler, die dennoch das 1:0 für den FCR brachte. Ein perfekt getimter langer Ball von Tobias Müller fand Sandro Röthlisberger, der sich durchsetzen und Kevin Iseli bedienen konnte. Dieser nahm an, schoss kräftig und genau und bejubelte das Führungstor. Dieses sollte bis über die Pause hinweg bestehen und es schien, dass passend zum Anlass mitsamt zahlreichen, gutgelaunten Gästen doch noch ein erfolgreicher Abend enstehen könnte. Kurz nach der Pause kassierte Steven Morf aber dennoch ein Tor aus spitzem Winkel, das den nicht gänzlich unverdienten Ausgleich schon früh brachte.

FCR legt erneut vor
Roggwil war trotz der derzeit schwierigen Situation gewillt, die Vorteile auf die eigene Seite zu zwingen. Erneut eine Einzelaktion sollte sogar einen weiteren Führungstreffer einbringen. Kristian Kovac, blitzschnell unterwegs, spitzelte den Ball am Keeper vorbei, erlief diesen ein zweites Mal und schoss ihn ins Netz. Das 2:1 führte zu erneut lautstarkem Jubel auf den gutgesäumten Zuschauerrängen.
Der FCR war damit an einem oft zitierten Punkt: Manchmal muss man auch schwierige Spiele gewinnen. In solchen Situationen hilft "das Glück des Tüchtigen" oder die "Selbstverständlichkeit des Leaders" nicht selten mit. Aktuell fehlt dem FCR aber beides. Zuerst noch schoss Kirchberg ein Offsidetor in der 76. Minute, dann aber sollte der Clou des Gastes doch gelingen. Nach zwei von der FCR-Abwehr ungestört ausgeführten Kopfstössen im Strafraum (!), bejubelten die Kirchberger das 2:2 in dieser Partie. Dass dieses auch noch in der 90. Minute fiel, machte es zweifellos noch ärgerlicher, vermeintliches 3:2 hin oder her. Die dennoch gelungene Einweihungsfeier des Kabinentrakts hat damit - mit einer Niederlage und einem Unentschieden - zumindest sportlich einen bitteren Nachgeschmack..

Leroy Ryser

Leroy Ryser