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Der FC Roggwil verliert gegen den FC Aarwangen auf ärgerliche Weise mit 1:3. Nach zwei Gegentoren in der ersten Hälfte wurde die Ausgangslage mühsam. Das konnte bis zuletzt nicht geändert werden.

Nach verschlafener Halbzeit ärgerliche Derbyniederlage

In der zweiten Halbzeit beim Derby zwischen Roggwil und Aarwangen wurde eigentlich nur in eine Richtung angegriffen. Zweifellos musste der FC Roggwil versuchen, die Partie aufgrund eines Rückstandes noch zu drehen, weshalb das Team von Claude Gerber stärker unter Druck und wohl auch stärker motiviert war. Zugleich hatte der Leader in dieser Phase nur wenig Möglichkeiten zum schön nach vorne zu spielen. Schön nach vorne spielen war dabei aber auch nicht wirklich nötig. Weil einer der wenigen Versuche des FCA prompt zum Tor führte. Bei einem Angriff über rechts erwischte der Stürmer den richtigen Moment um nach vorne zu preschen, weshalb er am ersten Pfosten zuerst am Ball war und diesen einschieben konnte. Das 3:1 in der 69. Minute war zuletzt entscheidender als das 2:0, auch wenn Roggwil auf dem einen Torerfolg bis zum Schluss sitzenblieb.

Fehlstart mit zwei Gegentoren
Und dennoch: Massgebend für den FCA-Sieg war aus FCR-Sicht keineswegs die passable zweite Hälfte. Vielmehr war der Fehlstart für die Schlussbilanz ärgerlich. Dabei dominierte der Leader das Spielgeschehen mit Ballbesitzfussball und energischen Angriffen nach vorne. Die motivierten – vielleicht gar übermotivierten Roggwiler – reagierten zu oft mit langen unkontrollierten Bällen, die zu oft direkt retourniert wurden. Damit war der FCR fast ständig unter Druck, sodass ratlose Gesichter und leider auch die ersten Gegentore die Folge waren. In der 22. Minute war die FCR-Abwehr nicht gefasst auf einen rasch ausgeführten Einwurf, der nach einem Pass zur Mitte das 1:0 brachte. In der 33. Minute dann folgte der nächste Fehler: Bei einem Freistoss aus beachtlicher Entfernung rutschte Torhüter Joel Mattli den Ball über die Finger, sodass der zweite Gegentreffer resultierte.

Künzi souverän
Wahrlich konnte eigentlich nur ein Angriff des FCR in der ersten Halbzeit gelobt werden. Als die Equipe wohl erstmals flach spielte, konnte Joel Stucki zuletzt in den Lauf angespielt werden. Prompt holte dieser im eins-gegen-eins mit dem Torwart einen Penalty raus, der von Michael Künzi äusserst souverän zum 1:2 verwerten konnte. Der Aussenläufer schickte den gegnerischen Torhüter nämlich in die falsche Ecke. 
Dies schaffte für die zweite Hälfte die Grundlage, um den Kampf noch einmal aufzunehmen. Und gekämpft hat die Heimmannschaft wahrlich bis zum Schluss. In der 92. Minute bediente Joel Mattli Michael Röthlisberger mit einem Abschlag, der stürmende Verteidiger verpasste den Ball mit dem Fuss aus bester Position haarscharf. Sogar noch in der 94. Minute folgte eine weitere Möglichkeit, als Patrick Gerber mit einer Flanke Joel Stucki suchte, dieser aber ebenso knapp zu spät kam. «Heute war der Gegner stärker. Die erste Halbzeit haben wir verschlafen, aber wir haben gekämpft.» Es ist das Fazit von einem enttäuschten Trainer Claude Gerber, der sogleich forderte: Kopf hoch und weiter geht’s. Das gilt vor allem, weil am Samstag gegen Trubschachen bereits das nächste Heimspiel folgt.

Telegramm:
FC Roggwil – FC Aarwangen 1:3 (1:2)
Tore: 22. 0:1. 33. 0:2. 36. Künzi (P.) 1:2. 69. 1:3.
Verwarnungen: 63. Bürki (Foul).
FC Roggwil: Mattli; Pascal Zumstein (61. Uebersax), Patrick Zumstein (86. Ammann), Röthlisberger; Anliker (86. Marquez); Leuenberger (71. Stucki), Neuenschwander (46. Bürki), Künzi (58. Gerber); Ammann (46. Bria), Stucki (61. Meister), Uebersax (46. Linz).
Bemerkungen: Kein Einsatz für Kurtuldu.

Leroy Ryser

Leroy Ryser