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Meisterschaftsspiel 4. Liga
Sonntag, 27.05.2018, 14.00h
Stadion Hard, Langenthal; 80 Zuschauer; SR: Ali Döner, Kirchberg
AS Italica - FCR II 1:0 (1:0)
Tore: 42.1:0
FCR II: Mattli, Künzi (85. Jacobs), Röthlisberger, Pat. Zumstein, Schüpbach (62. Marquez); Bürki (75. Linz), Neuenschwander (46. Gjidodaj / 62. Dübendorfer), Leuenberger; S. Ammann, Stucki (78. Bria), Übersax.
Abwesend: Flo Meyer, Gerber, Meister, Anliker und Pascal Zumstein.
Bemerkung: 14. Rote Karte S. Ammann (Schiedsrichterbeleidigung)

Nach zwei englischen Wochen in Folge mit 4 Spielen in 12 Tagen, war die Taktik klar. Auf dem grossen Platz und den warmen Temperaturen wollte man Italica etwas Ballbesitz überlassen und aus einer geordneten Defensive überfallartig zu Toren kommen. Diese Taktik wurde aber bereits nach 14 Spielminuten über den Haufen geworfen, als man nach einer roten Karte nur noch mit 10 Spielern auf dem Platz stand.

Italica hatte seine erste Chance bereits in der dritten Spielminute. Danach kam der Platzverweis von Sandro Ammann und die Roggwiler waren gezwungen, läuferisch einen noch grösseren Aufwand zu leisten. Dennoch durften die nächsten zwei Torchancen für den FCR notiert werden. In der 23’ verpasste Übersax den Führungstreffer und in der 41’ scheiterten gleich mehrere Roggwiler bei einem Durcheinander im Strafraum des Heimteams am finalen Torschuss. Aus dieser Aktion entwickelte sich ein schneller Gegenangriff von Italica, welche diesen kaltblütig zum 1:0 nutzen. Genau solche Konter, eine Stärke Italicas, hätte man eigentlich unterbinden wollen. So schmeckte der Pausentee bitter.

Roggwil wollte zu Beginn von Halbzeit zwei vorderhand den zweiten Gegentreffer verhindern und dann gegen ende des Spiels entschlossen die Offensive suchen. Dieser Plan ging soweit auf. Die Roggwiler leisteten einen enormen läuferischen Aufwand, um die Defensive schadlos zu halten und dennoch immer wieder Nadelstiche setzen zu können. Je länger das Spiel dauerte desto öfters konnte Italica Räume nutzen. Mattli im FCR-Tor war aber stehts Endstation. Bei Roggwil fiel Routinier Gjidodaj mit einem Wadenbeinbruch und Bänderrissen aus. Italica durfte in den Schlussminuten auch etwas auf die Unterstützung des Schiedsrichters zählen, welcher bei zwei äusserst grenzwertigen Interventionen im Italica-Strafraum den Gästen hartnäckig einen Penaltypfiff verweigerte.

Die Roggwiler wurden für ihren riesigen Aufwand schlecht belohnt, müssen sich aber an der eignen Nase nehmen, wer 75 Minuten in numerischer Unterzahl spielen muss, geht selten mit einem positiven Ergebnis vom Platz.

Thomas Dübendorfer