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Weil nach starken 20 Minuten ein Gegentor fällt, bricht die Leistung des FC Roggwil ein. Es folgen Minuten in denen klar wird, dass der Gastgeber aus Oberburg die physischen Duelle dominiert und generell überzeugender auftritt. Daraus entsteht letztlich eine 1:5-Ohrfeige.

FCR kann Abwärtstrend nicht stoppen

Die Absenzenliste mit 12 Spielern lang, der Formstand mit fünf Spielen ohne Sieg schlecht und das schmale, nasse Terrain bot auch kein Vorteil gegen ein kämpferisch spielendes Blau-Weiss Oberburg. Die Vorzeichen für die Partie in der Ferne waren an diesem Wochenende tatsächlich nicht ideal. Zu Beginn lehnten sich die Roggwiler noch auf und versuchten das Spiel in die gewünschten Bahnen zu lenken. Zwar rutschte das Herz dem einen oder anderen Spieler schon in der fünften Minute in die Hose, als Maik Morf gerade noch auf der Torlinie klären und ein Tor verhindern konnte, ansonsten waren die Gäste aber besser im Spiel.
Das änderte sich rasant, als in der 25. Minute Torhüter Steven Morf ein weit entfernt getretener Freistoss unterschätzte und den Ball über ihm hinweg via Latte ins Tor fliegen liess. Roggwil war daraufhin geschockt und änderte sein Spiel schlagartig. Oft wurden nur noch hohe, lange Bälle geschlagen, wenn es überhaupt ach vorne ging, ausserdem bestand auf der Spielfeldmitte oft ein grosses Loch, das die Oberburger einfacher kontern liess. Genau dies sollte in der 38. Minute passieren, als über die linke Seite zu viel Platz vorhanden war und der gegnerische Stürmer dies für eine eins-gegen-eins-Situation und zum zweiten Gegentor nutzte.

Gegentore zur Unzeit
Je länger die Partie dauerte, desto offensichtlich war, dass meist dann Gegentore fielen, als der FCR seine Leistung langsam zu verbessern begann. Auch nach der Pause starteten die Roggwiler zuerst gut und engagiert, so setzten sie die gegnerische Abwehr besser unter Druck und gewannen entsprechend mehr Bälle. In der 65. Minute verletzte sich Torhüter Morf aber bei einem gegnerischen Abschluss den er wohl auch deswegen passieren liess, sodass einerseits Joel Mattli eingewechselt werden musste und Roggwil andererseits mittlerweile 0:3 in Rückstand war. Als dann Marco Pascale auf Pass von Ryser alleine vor dem Tor das 1:3 erzielte, kam erneut für einen kurzen Moment Hoffnung auf, die mit dem 4:1 nur gerade eine Minute später zunichte gemacht wurde.
Letztlich stand es in diesem ungleichen Duell sogar 5:1 für Oberburg. Insbesondere in physischen Belangen – beispielsweise bei Kopfball-Duellen – waren die Gastgeber den Gästen meilenweit überlegen, das spiegelte sich in der Anzahl gewonnen Zweikämpfe eindeutig wieder. Dass der Schiedsrichter bei seiner wahrlich durchzogenen Leistung auch noch kaum Fouls pfiff, spielte deshalb zusätzlich eher dem Gegner in die Hand. Roggwil gelang es aber dennoch nicht, die eigene Leistung mit kämpferischen Mitteln oder mentalen Fähigkeiten genügend zu verbessern. Weder mit Technik, noch mit Kampf und Energie konnte die Talfahrt gestoppt werden, weshalb mit dem 1:5 bereits die vierte Niederalge in Folge resultierte.

Telegramm:
Blau Weiss Oberburg – FC Roggwil 5:1 (2:0)
Bossloch. – 57 Zuschauer.
Tore: 25. 1:0. 38. 2:0. 65. 3:0. 70. Pascale 3:1. 71. 4:1. 79. 5:1.
Verwarnungen: Keine gegen Roggwil.
FC Roggwil: S. Morf (65. J. Mattli), Müller, Zumstein (70. Ammann), M. Morf, Röthlisberger; C. Mattli (55. Jacobs); K. Iseli (44. L. Ryser), D. Geiser (61. Schüpbach); Pascale (73. Schenk), Sägesser, Hegi.
Bemerkungen: Roggwil ohne K. Morf, L. Iseli (beide Privat), Büschi (gesperrt), Ademi, Meyer, Meier (alle rekonvaleszent), Egger, Marquez, Künzi, Lanz, F. Ryser und J. Geiser (alle verletzt). Kein Einsatz für Moser.

Leroy Ryser