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Eigentlich könnte auch in einem zähflüssigen Spiel ein Tor fallen, dies passierte aber im Kräfte-messen zwischen dem KF Shqiponja und dem FC Roggwil im Stadion Hard nicht. Roggwil hatte zwar die Überhand, war aber zu ideenlos um den Sieg davonzutragen.

«Grottenkick» endet passenderweise torlos

Für den FC Roggwil sollte das erste Meisterschaftsspiel so etwas wie ein tabellarischer Finger-zweig sein. Gegen das Drittplatzierte Shqiponja hätte ein Sieg die Situation verbessert, eine Niederlage hingegen würde die Mannschaft weiter ins schwächer klassierte Mittelfeld zurück-drücken. Auf dem weitläufigen Feld ohne Schranken für entweichende Bälle entstand aber so-fort ein zähflüssiges Spiel, welches den Roggwilern nicht diente. Schon in der ersten Halbzeit war die Mannschaft von Claude Gerber zwar besser, aber dies galt nur bis zur letzten Zone. Dort fehlte die Passgenauigkeit oft, die Überzeugung und auch die Kreativität. Die beste Möglichkeit hatte Nando Hegi, der in der 16. Minute nach einem Büschi-Freistoss durch einen Kopfstoss den Ball in die Arme des gegnerischen Keepers trieb.
Wirklich besser wurde es in der zweiten Hälfte nicht – obwohl der Start vielversprechend war. Schon nach 50 Minuten hatte Maik Morf eine gute Chance mit dem Fuss, nachdem ein Eckstoss vom Gegner ungenügend geklärt wurde. Etienne Büschi fand dann nach einem von zahlreichen misslungenen Angriffen wegen eines Fehlzuspiels in die Offensive die sinnbildlich korrekten Worte auf dem Feld. Er meinte: «Jungs, da müssen wir mehr draus machen.» Dieses Gefühl wurde denn auch der Zuschauer bis ganz zum Schluss nicht los. Shqiponja blieb harmlos, einzig einmal (69.) musste sich Keeper Joel Mattli für eine Parade langmachen. Auf der Gegenseite entstanden derweil aber ebenso wenig wirklich zwingende Chancen, die wohl beste vergab Sandro Röthlisberger, als er den Ball mit seinem Kopf nicht traf, obwohl die Flanke ihm galt. Das wenig emotionale und vor allem sehr ungenaue Aufbauspiel der beiden Mannschaften hatte somit nur noch einen Beschrieb verdient: «Grottenkick». Als dieser in die letzten Minuten ging hatte nicht nur der Zuschauer, sondern auch der wenig lauffreudige Referee früh genug. Als die-ser trotz zahlreichen «ich schleiche mit dem Out-Ball entgegen»-Aktionen, nach nur wenigen Zusatzminuten abpfiff, wollte wenig überraschend niemand auf dem Platz in Jubelstürme aus-brechen.
Für die Tabellenlage des FCR heisst dies nichts Gutes. Die Mannschaft rutscht weiter ab und ent-fernt sich unglücklicherweise zusätzlich von der Spitzengruppe, zu welcher man Anschluss finden wollte.

Telegramm:
KF Shqiponja – FC Roggwil 0:0
Stadion Hard. – 87 Zuschauer.
Verwarnungen: 52. Müller (Beleidigung). 90. Moser (Reklamieren).
FC Roggwil: J. Mattli, Lanz, Müller, M. Morf, Ryser (51. Künzi); Moser; Büschi, C. Mattli (70. Iseli); Hegi, Sägesser, Röthlisberger (83. Pascale).
Bemerkungen: Kein Einsatz für Born, Meyer und K. Morf. Roggwil ohne Kochan, Geiser, Marquez und Egger.

Leroy Ryser