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Der FC Roggwil-Wynau stellt sich im ersten Meisterschaftsspiel unfähig an und verliert gegen ein deutlich schwächeres Biglen verdientermassen (!) mit 1:3. Trotz einer total desolaten Leistung des Referees war dieser nicht einmal hauptschuldig am Resultat.

Desaströser Meisterschaftsstart

Völlig neben den Schuhen – etwa so lässt sich die erste Halbzeit des FC Roggwil-Wynau am einfachsten beschreiben. Schon nach drei Minuten äusserte sich der später anhaltende Tiefschlaf ein erste Mal. Defensiv wurde kein Gegner angegriffen, sodass Biglen sich früh mit dem 1:0 bedankte. Anstatt nun zu reagieren und aufzuwachen haben die Roggwil-Wynauer genau das getan, wovon der Trainer eigentlich das Gegenteil forderte. Zu oft wurde gedribbelt anstatt den Ball laufen zu lassen, zu oft kamen die Pässe ungenau und zu oft wurden Zweikämpfe nicht angenommen und gingen verloren. Obendrauf kam dann noch die Leistung des Referees, der ein körperkontaktloses Spiel haben wollte und deshalb unverständlicherweise Karten zu hauf und Fouls en masse pfiff. Dass dann ein weiterer Tiefschlaf in der 23. Minute auch noch das 0:2 brachte, machte das FCR-W-Unterfangen nicht einfacher.

Eine Seite drückt, die andere trifft
Erst nach der Pause konnte man das Können der Heimmannschaft phasenewise sehen. Plötzlich wurde schnell gespielt, plötzlich waren die Gastgeber aggressiv. Sie waren schneller am Ball und schnürten den Gegner ab der ersten Minute ein. Während Nikola aber nur die Latte traf, scheiterte Aron gut drei Mal vor dem leeren Tor, ebenso scheiterten Ardit und Max aus besten Positionen. Längst hätten die Roggwil-Wynauer führen müssen, während Biglen kaum wusste, wie sie sich überhaupt wehren sollten. Zu allem übel kamen die Gäste aber ein weiteres Mal vors Tor. Beim dritten Erscheinen war der Ball dann schon zum dritten Mal drin – 10 Minuten vor Schluss war die Partie damit entschieden.
Ein katastrophaler Start und eine ebenso lausige Chancenverwertung führten letztlich zu einer 1:3-Niederlage im ersten Saisonspiel. Der Treffer von Tim in der 82. Minute kam damit wahrlich zu spät und diente höchstens der Resultatkosmetik. Auch wenn Biglen wohl gut zwei Klassen schwächer war, so hatten sie diesen Erfolg verdient, wiesen sie in dieser Partie doch eine praktisch makellose Chancenverwertung aus. Die Roggwil-Wynauer stehen nun vor einer mentalen Bewährungsprobe. Eigentlich hat die Mannschaft alles, um den Titel in dieser Liga zu gewinnen. Doch gelingt die ach so nötige Reaktion auch sofort?

Leroy Ryser

Telegramm:
FC Roggwil/Wynau – FC Biglen 1:3 (0:2)
Einschlag, Wynau, 54 Zuschauer
Tore: 3. 0:1. 23. 0:2. 80. 0:3. 82. Tim 1:3
FC Roggwil/Wynau: Janic; Agilan, Leonit, Lucien, Levin; Nikola, Aron, Darko, Sascha; Tim, Max. Eingewechselt: Leandro, David, Ardit, Diogo.
Bemerkungen: 9. Lattenschuss Biglen. 46. Lattenschuss Nikola.