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Die Junioren B Mannschaft des FC Roggwil/Wynau schrammt in der zweiten Cuprunde ganz knapp einer Sensation vorbei. Defensiv führen einzig und alleine drei Fehler zu den Gegentoren, offensiv wären mehr als genügend Chancen vorhanden gewesen, die Partie zu drehen.

Die eigene Haut ganz teuer verkauft!

Die Chancen waren von Beginn weg wahrlich klein. Von der zweiten Stärkeklasse in die Coca Cola Junior League sind es gut drei Leistungsklassen, die einen erheblichen Unterschied schon vor dem Spiel erahnen liessen. Der FC Roggwil-Wnyau konzentrierte sich deshalb von Beginn weg auf das Verhindern von Gegentoren. Mit einem wahrhaftigen Bollwerk traten sie in diesem Spiel gegen Bern deshalb gar nicht erst aufs Gas-, sondern aufs Bremspedal. Das gelang über weite Strecken sehr gut. Die Roggwil-Wynauer fügten sich rasch in dieses System, beschränkten sich auf das Gewinnen von Zweikämpfen und das möglichst einfache Kick-and-rush im Weg nach vorne. Leider unterliefen dem Heimteam in der ersten Hälfte drei Fehler – allesamt wurden vom Gegner knallhart ausgenutzt. Eine ungetimte Grätsche die dem Gegner mehr Platz gab als nötig, ein Handspiel im 16er und ein Torhüterfehler bei einem Weitschuss führten dazu, dass Bern ohne zahlreiche Möglichkeiten ebenjene drei Tore – trotz destruktivem Spiel des Gegners – schoss, die letztlich zum Siegen genügten.

Grosses Kämpferherz
Das Heimteam vermochte aber genau aus demselben Grund zu überzeugen. Nur gerade drei Fehler zu machen, in einem Spiel, in welchem der Gegner eigentlich übermächtig sein sollte – das ist wahrlich grosse Klasse und eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den bisherigen Auftritten. Eigentlich hätten sich die Roggwil-Wynauer für diesen Auftritt sogar noch belohnen müssen. Schon vor der Halbzeit, nach einem rasch vorgetragenen Angriff über Max und Tim, kam letztlich Nikola im Sechzehner strafwürdig zu Fall. Agilan verwandelte den nachfolgenden Elfer souverän, sodass bis ganz zum Schluss nur gerade zwei Gegentore als Hypothek feststanden. Diese hätten die Underdogs derweil mehr als nur mühelos wettmachen können. Tim hätte die eine oder andere Möglichkeit zu einem Tor nützen können, Jerome war einem entscheidenden Abschluss nahe und Nikola traf in der Schlussphase vor leerem Tor den Ball nicht wie gewünscht, sodass der Gast dann doch nicht endgültig zum Fallen gezwungen werden konnte.
Bei diesem ehrhaften 1:3 endet der Matchbericht mit denselben Worten, welche die Mannschaft vom Trainer zu hören bekam: «Wer als Zweit-Stärkeklass-Team eine Cola-League-Mannschaft zum Schluss derart nervös machen kann, als wären sie ein Fünfjähriger, der im Sandkasten herumspielt, hat sehr vieles richtig gemacht." Dies ist dem FCR-W gelungen, der haushohe Favorit zitterte bis zum SChluss augenfällig ab dem Einsatzwille des Gastgebers. Dieser hat es geschafft, seinen Cup-Gegner an den Rand einer Niederlage zu drängen und das gilt es zu loben.

Leroy Ryser

Telegramm:
FC Roggwil/Wynau – FC Bern (CCJL) 1:3 (1:3)
Bossloch, Roggwil, 39 Zuschauer
Tore: 17. 0:1. 22. 0:2. 30. (P.) 0:3. 39. Agilan (P.) 1:3
FC Roggwil/Wynau: Janic; Agilan, Noah, Leandro, Lucien, Levin; Ardit, Max, Darko, Nikola; Tim. Eingewechselt: Leonit, Diogo, Jerome. Kein Einsatz: David.
Bemerkungen: Keine.